19°C und blauer Himmel – so hat uns der Fujisan oder auch Fujinoyama auf unserer Reise zu ihm begrüßt. Perfekt. Aber das sind doch 6°C zu wenig, sagt ihr? Naaa, wir sind doch flexibel 😀 und wenn der Fuji euch bei strahlend blauem Himmel majestätisch mit seiner schneebedeckten Krone anlächelt, dann darf es auch mal etwas kühler sein.

 

Blick auf den Fuji am Yamanakako

Mal abgesehen davon, dass dies dazu führt, dass man am Yamanakako fast mutterseelenallein den Anblick auf Japans höchsten Berg genießen kann. Vielleicht hatten wir auch einfach nur Glück mit dem Tag und es lag gar nicht am Wetter, dass sonst keiner am See Yamanaka den Blick auf den Gipfel schweifen ließ. Vielleicht gab es irgendwo in Japan oder zumindest auf der Hauptinsel Honshū DAS Event des Jahres und wir haben es einfach verpasst. Ganz gleich ob Zufall, Wetter, Event oder Außerirdische – wir haben die Ruhe rund um den See und den Ausblick ganz einfach genossen.

 

Unser Glück am Fuji

Definitiv Glück hatten wir mit den meteorologischen Umständen, denn kaum ein Wölkchen hat sich um den 3.776 m hohen Vulkan verirrt. Solch eine freie Sicht auf das UNESCO-Weltkulturerbe gibt es selten. Dass der Berg als heiliger Ort und Quelle künstlerischer Inspiration verstanden wird, ist uns durchaus klar geworden, weil wir in Stille gebettet die Umgebung in uns aufgesaugt haben. Was wohl sein würde, wenn man den Gipfel erklimmt? Vielleicht beim nächsten Mal.

Johanna blickt auf den Fuji. Wolkenfreier Blick auf den Vulkangipfel - ein Traum.

 

Ashinoko mit Torii zum Hakone-Schrein

Zum Sonnenuntergang ging es dann ein Stück weiter gen Süden zu einem zweiten der insgesamt fünf Seen in der Nähe des Fuji, dem See Ashi. Auch der Ashinoko ist ein Ausflugsmagnet, doch an diesem Tag war einfach nichts los – high five für uns selbst. Dieser Kratersee in der Gemeinde Hakone ist nicht zuletzt wegen der Piratenschiffe ein beliebter, touristischer Ort. Piraten gibt es allerdings keine, es sei denn die Gäste auf diesen besonderen Fähren halten sich für welche. Außerdem gibt es noch die Hakone-Seilbahn, deren Talstation am Nordufer des Ashinoko liegt. Weder Priatenschiff noch Seilbahn haben wir genutzt. Uns war vielmehr danach, auch an diesem See die Stille in uns aufzusaugen. Besonders schön wird der Ashinoko auch durch das rote Torii (die traditionellen Eingangstore von japanischen Schreinen) des Hakone-Schreins. Ein fantastischer Anblick.

Sonnenuntergang beim Hakone-Schrein nahe des Fuji.

 

Durchatmen am Fuji

Dieser vollkommen ruhige Tag war ein wunderbarer Ausgleich nach gut zwei Wochen in und um Metropolregionen wie Tokio, Osaka und Kyoto. Wenn dann fast plötzlich nicht mehr gefühlt und wahrhaftig Millionen Menschen um dich herum sind, schaffen es Geist und Körper durchzuatmen. Umso schöner, dass dieses Durchatmen an einem für manche spirituellen Ort geschehen durfte. Ein wunderbarer Abschluss einer tollen Japanreise.

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